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GERNER Racing Team/Johannes Kanzler: IDM Bericht 2015

Erwartungen und Ausblick auf die IDM–Saison 2015 / Saisonstart in Zolder am 15.-17.5.15 / Zweites Rennen am Lausitzring 29.-31. Mai 2015

Johannes11Johannes22Johannes33Erwartungen und Ausblick auf die IDM–Saison 2015

An dieser Stelle kurz die wichtigsten News aus der neuen Saison. Wie bereits 2013 und 2014 nehme ich wieder an der IDM Superbike teil, in der Klasse Superstock 1000. Alles wie gehabt? Von wegen!

Grundlegend verschoben haben sich die Kräfteverhältnisse. Denn im Motorsport wird alles teurer und die Lobby geringer. Selbst professionelle Fahrer, die mit dem Sport ihr Geld verdienen, finden es immer schwerer, einen Startplatz in der Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) zu bekommen. Folglich wandern sie in die nationalen Meisterschaften ab, wie die IDM Superbike, wo sie erhebliche Reise- und Transportkosten sparen.

Das klingt aus deutscher Sicht prima, weil immer mehr Spitzenfahrer das fahrerische Niveau der IDM in neue Höhen treiben und die Starterfelder voller denn je sind. Allerdings wird die Kluft zwischen professionellen und privaten Teams wie unserem GERNER Racing Team immer größer. Beispiel: War unser bestes Ergebnis 2013 im Gründungsjahr der Superstock 1000 Klasse noch Platz 4, so war es 2014 bereits Platz 7. Trotz all unser jährlichen Zeitenverbesserungen.

In der SST1000 Klasse sind dieses Jahr 25 Fahrer fest eingeschrieben. Rund 10 Fahrer agieren auf Top-Niveau, manche kamen aus anderen Serien und Klassen (Supersport-IDM, Langstrecken-WM) neu zur Klasse Superstock 1000. Und sie sehen sich alle als Titelanwärter.

Wegen dieser Entwicklung ist es dieses Jahr unser realistisches Ziel, Punkte zu bekommen. Wir wollen in diesem erstarkten Fahrerfeld unter die Top 15 fahren. Unsere Gegner, die wir immer schlagen wollen, sind andere Privatfahrer wie Frank Häfner, Chris Schmidt, Mark Albrecht, Mark Neumann, Thomas Hainthaler. Gestartet wird auch dieses Jahr mit einer BMW S 1000 RR von Werner Deamen, Team Alpha Racing.

Saisonstart in Zolder am 15.-17.5.15

Zum Saisonstart ging es im neuen Design – sowohl Bike (Fischer Rennverkleidung) als auch Fahrer (Lederkombi Alne, Helm HJC, Handschuhe Held, Stiefel Daytona) – ins belgische Zolder. Die Strecke kennen wir aus 2014. Sie ist körperlich sehr herausfordernd, besitzt zwei Sprunghügeln und harte Anbremsmanöver. Die Auslaufzonen sind eng. Eigentlich ist es eher ein Autokurs, früher fuhr dort sogar die Formel 1.

Obwohl wir im verregneten Frühjahr nur wenig auf der Piste trainieren konnten, verlief der Trainingsfreitag sehr zufriedenstellend. Ich lag auf Anhieb an 16. Stelle von 22 Startern in meiner Klasse.

Am Samstag mit seinen Qualifikationstrainings regnete es jedoch, sodass am Ende nicht viel Fahrzeit für eine gute Ausgangslage in den Rennen am Sonntag zur Verfügung stand. Auch am Sonntag lief es leider nicht glatt. Das erste Rennen konnte ich aufgrund von Arm-Pump Problemen, mit denen auf dieser fordernden Strecke alle Fahrer zu kämpfen hatten, nur Platz 19 erreichen. Ein Blick auf die Zeitentabelle verriet, dass ich pro Runde trotzdem 1 Sekunde schneller wie im Vorjahr unterwegs war!

Das sollte Mut machen. Das zweite Rennen lief deutlich besser. Trotz eines Verbremsers kam ich auf dem 15. Platz ins Ziel und holte den ersten Punkt in dieser Saison. Wir konnten dabei starke Gegner wie Frank Häfner, Chris Schmidt von racing4fun.de und Mark Albrecht hinter uns lassen. Und das ist ja unser Saisonziel!

Zweites Rennen am Lausitzring 29.-31. Mai 2015

Mit positiven Erwartungen ging es Ende Mai weiter zum Lausitzring, wo das IDM-Event zusammen mit den DTM-Tourenwagen stattfand. Deswegen ist die Strecke aber auch nicht unsere übliche. Entgegen des normalen Lausitz-Kurses mussten wir die DTM Variante fahren, die deutlich kürzer ist. Die Rundenzeiten sind nicht mit unserem Standardkurs vergleichbar.

Aufgrund des neuen Layouts und des inzwischen sehr welligen Asphalts in der Lausitz war es am Trainingsfreitag nicht einfach, sich zurechtzufinden und ein passendes Setup zu erarbeiten. Im ersten Quali machte uns der Reifen einen Strich durch die Rechnung, der bei diesen Bedingungen überhaupt nicht funktionierte und sofort Aufriss. Im 2. Quali lief es bei halbnassen Bedingungen sofort besser: Platz 13.

Erstes Rennen. Beim Start streikte der Schaltautomat, ich verlor dadurch einige Plätze, bis ich mich wieder mühsam nach vorne kämpfte. So kamen wir auf Platz 18 ins Ziel.

Im Rennen 2 lief es deutlich besser. Platz 16 am Ende und nur knapp an den Punkten vorbei, vor Chris Schmid und Mark Albrecht.

Wie zu erwarten ist das Niveau dieses Jahr extrem hoch. Die ersten 5 der IDM könnten unter die Top 10 in der WM fahren!

Schlag auf Schlag geht es jetzt weiter, die nächste Station ist schon in 2 Wochen der Nürburgring.

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