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GERNER Racing Team/Johannes Kanzler: IDM Bericht 2015

Drittes Rennen am Nürburgring 12.-14. Juni 2015 + Viertes Rennen am Hungaroring 3.-5. Juli 2015

Johannes11Johannes12Johannes13Drittes Rennen am Nürburgring 12.-14. Juni 2015

Die dritte IDM-Station 2015 war der Nürburgring in der Eifel. Die Wetterprognosen waren fürs Wochenende recht gut, erstaunlicherweise für "Preußisch Sibirien". Der Freitag startete mit Eifel-untypischen 20 Grad und idealen Bedingungen.

Trotz des Wetters lief das Wochenende nicht nach Plan. Deshalb möchte ich einen praktischen Einblick ins Geschehen vor Ort geben.

Am Freitagnachmittag wurde es immer heißer, auf einmal bereitete das Kühlsystem des Motors Probleme. Viel Zeit bleibt während so eines eng getakteten Wochenendes nicht. Woran konnte es liegen? Wir suchten nach der Ursache… Am Samstag im Qualifying erfolgte ein erneuter Funktionstest. Hoffentlich hält der Motor...

Doch leider blieben die Probleme. Überhitzung drohte, Motorschaden, eventuell Ausrutschen auf eigenem Öl bei geplatztem Motor. Keine guten Bedingungen, um mit freiem Kopf eine schnelle Quali-Runde hinzuknallen für einen guten Startplatz.

Kurzerhand beschlossen wir, Mechaniker Dani Roßberg und ich, den Motor zu tauschen. Ein ziemlicher Aufwand. Dazu in einem provisorischen Rennumfeld, einem Zelt im Fahrerlager. Schnell, schnell, soll's gehen. Aber bitte ohne Fehler. Nachts um 1 Uhr war dann alles fertig. Der erste Start verlief einwandfrei. Aufatmen.

Im Warmup am Sonntag kam der Funktionstest. Und nun? Auch alles bestens. Durchatmen.

Am Samstag im Quali hatte es noch Eifel-typisch geregnet. Am Sonntag war alles wieder trocken, deshalb war das Fahrwerkssetup für alle ein Wagnis.

Start zum ersten Rennen. Mit einem heftigen Startunfall. Dominik Vincon kollidierte mit Bastien Mackels. Um nicht die beiden Gestürzten zu überfahren, mußte ich ausweichen und einen weiten Bogen fahren. Dabei enteilte das Feld. So ein Pech!

Am Nürburgring waren einige niederländische IDM-Gaststarter dabei, die sich durch den Startunfall vor mich schieben konnten. Ich war schneller, und knöpfte sie mir einen nach dem anderen vor. Das kostete Zeit, weil dadurch das Vorderfeld enteilte.

In Rennen zwei lief alles reibungsloser. Auch das Fahrwerk hatten wir optimiert und eine noch bessere Reifenwahl getroffen. Der neue Dunlop Reifen T064 hielt perfekt über die Renndistanz.

Fazit: Es gab reichlich viel Aktion, vor allem durch den ungeplanten Motorwechsel. Der fordert einem kleinen Privatteam wie uns einiges ab. Am Ende sprangen Platz 19 und 20 heraus.

 

Viertes Rennen am Hungaroring 3.-5. Juli 2015

Eine Premiere: Erstmals gastierte die IDM am Hungaroring in Ungarn. Was natürlich eine weite Anreise mit sich brachte: 800 km bis Budapest. In der pannonischen Tiefebene war eine sommerliche Hitzeschlacht von 36 Grad vorhergesagt, und die wurden auch erreicht.

Am Freitag fanden ungewöhnliche vier Trainings statt, um die für die meisten Piloten neue Strecke kennenzulernen. Der von der Formel 1 bekannte Hungaroring ist eine wirklich tolle und flüssige Strecke, die fahrerisch sehr anspruchsvoll ist. Lediglich der Asphalt ist arg wellig. Zum nächsten Formel 1 Termin soll sie in der nächsten Woche neu asphaltiert werden.

Wie lief's bei uns? Bis zum Samstag im 1. Quali konnte ich die Zeiten kontinuierlich verbessern. Ein weicherer Reifen sollte dann im 2. Quali eine weitere Sekunde bringen.

Doch in einer schnellen Rechtskurve klappte mir plötzlich das Vorderrad wegen einer Bodenwelle ein. Klassischer Lowsider. Aber Glück im Unglück: Bis auf ein paar Schürfwunden ist mir nichts passiert.

Allerdings gab's am Motorrad einiges zu schrauben. Wieder war eine Nachtschicht nötig. Ohne das gemeinsam anpackende Team wär's nicht gegangen. Ein herzliches Dankeschön vom Fahrer ans Team!

Erster Funktionstest nach der Schauberei im Warmup am Sonntag. Leider traten technische Probleme auf, die zuvor im Stand nicht ersichtlich waren. Uns ging die Zeit aus, wir bekamen das Bike leider nicht zum ersten Rennen fertig.

Fürs zweite Rennen waren wir startklar. Die Temperaturen waren noch heißer. Eine Hitzeschlacht bei 37 Grad, Fahrer und Material am Limit. Aber die Strapazen lohnten sich. Am Ende sprang Platz 14 und 4 Punkte in der Meisterschaft heraus.

Der nächste Lauf der IDM findet statt am Schleizer Dreieck vom 31.7.-2.8.15. Heimrennen! Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Viele Grüße

Hannes

GERNER Racing Team

IDM Superstock 1000

#16

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