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Loris Haug: 7.Rennen Yamaha Cup in Oschersleben

Podest wäre für Loris sicher gewesen. ABER!!!!! 20. – 23.August 2015

LorisOschersleben2015LorisOschersleben2015_1LorisOschersleben2015_2Zum 1. freien Training wollte ich mit der Fahrwerkseinstellung vom Rennen aus Assen in Oschersleben beginnen. Auch die Übersetzung blieb gleich. Funktionieren wollte dieses Setup hier aber nicht. Für das 2. freie Training gingen wir dann wieder auf die Basiseinstellung der vorigen Rennen zurück. Diese Entscheidung war deutlich besser, aber Loris blieb 1sec hinter seiner Testzeit.  Er erklärte mir dass man in Oschersleben stärker bremsen muss als in Assen, wo man auch deutlich schneller durch die Kurve rollt. Somit war hier eine andere Einstellung notwendig. Loris behielt sich Reserven damit er im Quali einen Zahn zulegen konnte.

Wie immer zum 1. Quali schickte ich Loris mit einem gebrauchten Reifen raus um ihm dann bei der Hälfte des Training einen neuen geben zu können. Er blieb immer noch 1sec über seiner Testzeit und war beim Reifenwechsel auf Platz sieben. Ich musste keine Änderungen mehr machen, da ihm das Bike so passte und er jetzt pushen konnte. Loris wurde nicht schneller und fiel auf Rang 17 zurück. Ich verstand nichts mehr. Er sagte noch es ist alles gut und fährt nicht schneller. Ein wenig sauer stand ich an der Boxenmauer. Auf einmal dann in der vorletzten Runde Platz 10 und in der letzten Runde auf Platz 4. Sogar schneller als seine Testzeit (1.32,540) 1.32,380. Was war los…? Loris hatte erst wirklich freie Bahn in den letzten zwei Runden. Ganz lässig erklärte er mir nebenbei noch eine Änderung am Fahrwerk…

Im 2. Quali konnte sich niemand wirklich verbessern weil die Strecke auf einmal keinen Grip mehr hatte, vorne und hinten Probleme. In diesem Quali stürzten sechs Fahrer über das Vorderrad und beklagten den geringen Grip der Strecke. Die Ursache war vermutlich das Training der zuvor fahrenden Seitenwägen, welche viel Gummi auf der Strecke zurückließen. So blieb Loris im Quali zwei auf Startplatz vier stehen. Eine sehr gute Ausgangslage für das Rennen.

Samstagabend bin ich dann nochmals mit ihm um die Strecke gegangen um die letzten kleinen Probleme vor dem Rennen anzusprechen und etwaige Änderungen am Fahrwerk durchzuführen.

Der Start war ganz okay und Loris kam als Fünfter aus der ersten Runde zurück.  In der dritten Runde holte er sich dann wieder Platz vier. Sie fuhren Zeiten wie im Training, hoher Speed. Der Erste konnte sich leider schon ein kleines Polster verschaffen. In Runde fünf wollte sich Loris dann Platz drei erobern. Bei dieser Attacke auf seinen Kontrahenten dann ein massiver Rutscher und es folgte ein Highsider. Loris konnte das Rennen nicht mehr fortsetzen, da das Motorrad fast TOTALSCHADEN war…

Er spürte dass er den bessern Speed hatte und wollte einfach nur schnellstmöglich überholen, da der auf Platz eins liegende Fahrer den Abstand immer mehr vergrößerte.  Durch die wenigen Überholmöglichkeiten dieser Strecke lief er an einem bestimmten Abschnitt immer wieder auf seinen Vordermann auf. Durch zu viel Gas und Schräglage kam es dann bei diesem Manöver zum Sturz. Er hatte mit dem Fahrwerk ein wirklich gutes Gefühl. Die Daten konnte ich noch nicht auslesen da der Kabelbaum beschädigt wurde und es die Pole aus der Batterie herausgerissen  hat. Die Physik dieser Reifen ist eben begrenzt. Mit einem Slick wäre dies alles kein Problem gewesen. Loris fand das Ganze eigentlich nicht so schlimm, da er sich auf dem Motorrad sehr wohlfühlte.

 

FAZIT: Ein 2. Platz hätte es sicherlich werden können wenn Loris nicht zur Brechstange gegriffen hätte um am Führenden dranzubleiben. Er ist jung und muss lernen seinen Speed zu kontrollieren und einzuteilen, da das Rennen nicht in den ersten fünf Runden entschieden wird…

Ich war froh dass ihm nichts passiert ist und er keine größeren Verletzungen davon getragen hat. Leider verstarb an diesem Wochenende der Fahrer „ Jonas Hähle #5 „ vom ADAC Junior Cup bei einem Startunfall.

 

 

 

 

 

 

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