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Loris Haug - Misano – Test vom 02.04. – 05.04.2015

LorisMisano1LorisMisano2LorisMisano3LorisMisano4LorisMisano5Misano – Test vom 02.04. – 05.04.2015
Fahrer:  Loris Haug – Yamaha R6
Wetter: 02./03.04. blauer Himmel ca. 18 Grad / 04.04. bewölkt teils Regen – teils Trocken / 05.04. Regen
 
1.Tag 02.04.2015
 
 
Bevor es zum Ersten grossen Rennen des R6 Cups am Lausitzring kommt, steht erst nochmals ein weiteres Testwochenende in Misano auf dem Programm. Loris freute sich sehr das er nach nur 11 Tagen Pause wieder auf die Rennstrecke durfte.
Die Bedingungen haben sich im Vergleich zum letzten Jahr in Misano verändert, da die Strecke einen neuen Belag bekommen hat und jeder war neugierig wie es sich wohl damit fahren lässt. Nach dem ersten Turn stellten wir schnell fest, das der neue Belag weniger Grip hat als der alte. Nach ein paar Veränderungen am Fahrwerk bekamen wir den schlechten Grip recht gut in den Griff. Loris wollte an diesem Tag nur mit den gebrauchten Reifen von Rijeka und Cartagena fahren. Loris seine Aussage „ wenn der Reifen anfängt zu rutschen, lernt man am besten sein Motorrad zu fahren „. Das klappt nunmal am besten mit alten gebrauchten Reifen. 
Loris fuhr an diesem Tag 0,8 sec schneller wie letztes Jahr.
 
 
Rundenzeit  1:46,004
 
 
2.Tag 03.04.2015
 
 
Der erste Renntag stand vor der Tür. Loris bemerkte schnell die Verbesserung des Grips zum Vortag, allerdings noch kein Vergleich zum Vorjahr. Der neue Belag muss augenscheinlich erst noch gründlich eingefahren werden. Loris fuhr weiterhin mit gebrauchten Reifen und erst zum Rennen wechselten wir zumindest hinten auf einen neuen Reifen. Auch probierte er ein wenig an seinem Fahrstill zu feilen und zu verbessern. Am Ende hatte er eine Qualifikationszeit von 1:46,125 - Pole Position! Der zweite lag 3 sec hinter ihm. Die Neugierde war bei uns Gross wie schnell Loris jetzt wohl mit einem neuen Hinterreifen fahren wird. Am Ende stand er ganz oben auf dem Treppchen und gewann das Rennen nach 7 Runden und 17sec Vorsprung. Er verbesserte seine Zeit um 1,7 sec.
Die Aussage von Loris „ mit neuen Reifen geht es doch noch schneller um die Kurven und der Grip ist viel besser“ paste zum Gesamtbild des Tages.
 
 
Rundenzeit  1.44,348
 
 
3.Tag 04.04.2015
 
 
In der Nacht hat es geregnet und die Strecke war am nächsten Morgen immer noch nass. Loris wollte natürlich trotzdem raus und ich wechselte auf die Dunlop Regenreifen, die er bisher noch nicht gefahren ist. Bis zu diesem Test haben wir immer Bridgestone im Gepäck gehabt, allerdings werden die Dunlop im Cup fahren und da ist es gut mal auf denen zu üben, sodass es hinterher keine unangenehmen Überraschungen gibt. Leider war seine Ausfahrt bereits nach wenigen Kurven vorbei, da ihm in der Rollphase durch die Kurve das Hinterrad wegrutschte und Loris es nicht mehr abfangen konnte. Loris blieb unverletzt und auch seine R6 hatte nix abbekommen. Während ich das Motorrad wieder herrichtete, trocknete die Strecke langsam wieder ab. Loris wollte so schnell wie möglich wieder raus, denn jetzt war die Strecke nicht so nass und rutschig. Loris tastete sich langsam an die Dunlop Regenreifen heran und zum Ende fuhr er auf halbtrockener Strecke eine 1.57,3. 
Der hintere Regenreifen zeigte nach diesem Turn keinerlei Profil mehr als er reinkam und wir wechselte daher auf Trockenreifen. Loris wußte, das er bei diesen Verhältnissen keine schnelle Zeit mehr fahren konnte und wir fokussierten uns von nun an auf Loris persönliche Entwicklung indem wir viel mit der Hinterradbremse arbeiteten. Loris fuhr deshalb mit noch mehr Slides in die Kurve und es gelang ihm sehr gut.
1,5 Stunden vor dem zweiten Rennen fing es leider wieder an zu regnen. Wir wechselten auf Regenreifen und hinten bekam er einen neuen für das Rennen. Bevor es losging wollte Loris den Hinterreifen noch einfahren und ich befand das als gute Idee. Als er jedoch nach 3 gefahrenen Runden nicht mehr vorbei kam und auch nicht in Box gefahren kam, machte ich mir grosse Sorgen. Da die Rennleitung die Strecke aber nicht absprerrte und auch kein Krankenwagen rausfuhr, nahm ich an das nichts all zu schlimmes passiert sein konnte. Als das Rennen regulär gestartet wurde, kam Loris endlich auf dem Anhänger mit einem leicht demolierten Motorrad  zurück. 
Loris blieb zum Glück auch bei diesem Sturz unverletzt. Er erklärte, das beim Anbremsen und beim Runterschalten das Hinterrad blockierte, wodurch er keinen richtigen Grip hatte und die Anti Hopping Kupplung war für diese Verhältnisse und für die Fahrweise von Loris zu straff. 
 
 
 
4.Tag 05.04.2015
 
 
Es regnete immer weiter. An diesem Tag wollte wir noch eine weichere  Einstellung der Anti Hopping Kupplung testen, doch das Hinterrad blockiertere weiterhin. Loris wollte noch weiter testen, alledings waren wir schon bei der weichesten Einstellung und viel mehr verändern konnten wir nicht. Nachdem wir nun an einem Punkt angekommen waren, bei dem wir einfach nicht mehr weiter testen konnten, überredete ich Loris das Training zu beenden.
 
 
Bemerkungen:
 
Ich war mir sicher das er es schaffen würde, den Fahrstill für diese Verhältnisse anzupassen. Den Ehrgeiz hat er und ich sah das er ein wenig traurig war als ich den Test  beendet hatte, dies war jedoch für den Moment das Richtige und alles andere wäre falsch und zu gefährlich gewesen. Loris wird noch oft genug die Möglichkeiten bekommen, sich auf schwierige Streckenverhältnisse anzupassen und einzustellen.
Nachdem ich ihm genau erklärte warum, akzeptierte er meine Meinung. Er weiss das er noch viel lernen muss und manchmal sind da halt auch Entscheidungen dabei, die er vielleicht nicht so gerne hört – aber all das gehört zu seiner Ausbildung dazu – und wer sagt schon das Lernen immer Spass macht  ;) 
 
Die 4 verschiedenen Tests zur Vorbereitung für den „ Yamaha R6 Cup „ waren in meinen Augen sehr gut und Loris hat einen großen Entwicklungs-Sprung vom letzten zu diese Jahr gemacht. Meiner Meinung nach ist er in der Lage, im Cup vorne mitmischen zu können. Ob es für einen oder mehrere Siege genug ist, werden wir bald sehen.
Das erste Rennen vom 01.05. – 03.05. am Lausitzring wird es zeigen ob Loris seine Hausaufgaben gemacht hat und alle bisherigen Erfahrungen, Erkenntnisse, Rückschläge und Motivationspunkte gesammelt auf die Strecke bringen kann. 
 
 
 
Nochmal ein großes Dankeschön an unsere tollen Sponsoren, die uns bis hierhin begleitet haben und das alles möglich machten.
 
 
Weiter Infos:   www.lorishaug.com
 
  
 
 
 
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